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Alles Steuern oder was ?

Alles Steuern oder was ?

Steuern : wie ein Damoklesschwert schweben Sie über den Unternehmen

Steuern : wie ein Damoklesschwert schweben Sie über den Unternehmen , wie eine Schlange erstarren Führunsgkräfte angesicht Ihrer Komplexität ; wie einem Unheil gleich wird ihre Vermeidung nicht selten zu einem der obersten Unternehmensziele ausgerufen!

In der Tat brauchen wir uns nichts vormachen: Die Steuerlast nimmt zu, ebenso die Komplexität der Steuervorschriften; der Steuerwettstreit der Staaten tut sein übriges, zumal die nationalen Gesetzesvorschriften an den internationalen Steuergestaltungsmöglichkeiten (sprich : Vermeidung) internationaler Konzerne ausgrichtet sind und werden.

In der Folge kann man eine zunehmende Verunsicherung, Steuervermeidungsstrategien in einer Grauzone, sowie Steuerhinterziehung begutachten. Begleitet werden diese Folgen durch eine Kostenexplosion für die Einschaltung von Steuerkanzleien, die nicht selten den überforderten Finanzämtern erklären müssen, wie sich internationale Steuersituationen darstellen. Auch wenn dann keine Steuern nachzuzahlen sind , bleiben die Kosten für die Berater am Unternehmen hängen. Politiker und Finanzämter haften schliesslich nie für Ihre Fehler. Sicherheit für Investoren sieht anders aus !

Am bedrückendsten jedoch scheint mir die Situation der grossen Masse an mittelständischen Unternehmen zu sein, die letztendlich die Wirtschaft stützen! Meiner Schätzung nach sind dies über 90% aller Unternehmen ( mit lediglich bis zu 10 Mitarbeitern) . Diese Firmen sind mit dieser Komplexität nicht nur schlicht überfordert, sondern können sich auch – soweit sie nicht wirklich international aufgestellt sind – an diesem internationalen Steuerwettbewerb gar nicht teilnehmen .

Jetzt kann ich mich natürlich “einfach” hinstellen und eine Vereinfachung Harmonisierung zumindest der Körperschaftssteuern, Lohnsteuern Mehrwertsteuern für die europäsiche Gemeinschaft zu verlangen. Mir ist aber völlig klar, dass ich zum einen allein gar nichts ausrichte, “nur” mit Europa zu kurz greife , und sich zum anderen die Politiker mit einer solch gefühlten Entmachtung nicht abfinden werden.

Was mir und den Unternehmern bleibt, die nie an einer Demonstration teilnehmen , ist auf diese eklatanten Probleme mehr oder weniger laut , aber sicherlich mit Bestimmtheit hinzuweisen. Mit einer Harmonisierung und Vereinfachung des Steuersystems, wird meines Erachtens nicht nur die Transparenz grösser, die Kosten für Unternehmen und Staat geringer und die Steuerehrlichkeit besser, sondern würde nicht zuletzt die Glaubwürdigkeit des Steuersystems nicht unerheblich verbessern.

“You’ll never, ever walk alone.Walk on, walk on with hope in your heart”

Sie werden das Lied kennen: You’ll never, ever walk alone.  Walk on, walk on with hope in your heart , die Hymne des FC Liverpool an der Anfield Road.

Ich halte die Grundaussage für mehr als richtig, weil man in aller Regel bei der Bündelung diverser Kräfte viel mehr erreicht als allein.  Und wichtig , weil Sie im eigenen Unternehmen eine klare Botschaft aussendet , dass mit Teamspirit  viel mehr zu erreichen ist als mit einzelnen, genialen Solisten. Um beim Fussball zu bleiben: Warum bieten der FC Barcelona oder der FC Bayern München in aller Regel viel besseren Fussball, als die deutsche bzw. die spansiche Nationalmannschaft, obwohl die Mehrzahl der Spieler dieselben sind. Weil Sie nicht nur ein eingespieltes TEAM sind, sondern auch jeden Tag zusammenhalten und zusammenhalten müssen.

Lassen Sie mich jetzt meine Röntgenblick aufsetzen und die international agierenden Unternehmen betrachten . Warum haben einige mehr Erfolg als andere bei Ihrem Wachstum , und warum sind einige sehr viel profitabler als andere?

Zum einen ist für mich klar zu erkennen, das Firmen mit einheitlichem Marken-Auftreten,  Teamarbeit  und auch nach länderübergreifender Zusammenarbeit weitaus erfolgreicher arbeiten. Und machen wir uns nichts vor: Genau das  ist für den Kunden auch aus 10.000,- km Entfernung mühelos zu erkennen, und zwar mit den entsprechenden Folgen.

Womit ich zum anderen zum Faktor Rentabilität  komme. Aus meiner Sicht sind hier diejenigen international agierenden Firmen am profitabelsten, die sich am besten im jeweiligen Exportland lokal aufgestellt haben.  Wenn ich mich wirklich schlau machen will über ein anderes Land, benötige ich meine sogenannten Nahkampfkenntnisse . Hört sich zugeggebenmassen etwas martialisch an,  der Informationswert meines jeweils lokalen Netzwerkes ( sei es nun Aleksey in der Ukraine, Gabriel in Sao Paulo, Keisuke in Tokio , Iwona in Warschau oder Vikal in New York ) ist aber in aller Regel weitaus kompakter,  realistischer und auf den Punkt gebracht als das, was mir das Internet bieten kann.

Wenn ich nun auf den 2. Satz der Hymne des FC Liverpool abstelle, ist mit Hoffnung im Herzen allein nichts getan, oder wie mein Vater mir immer eingebläut hat:  Von nichts , kommt auch nichts.  Deswegen sollte jeder sein glokales Netzwerk ausbauen.  Eine Möglichkeit dazu bietet sich anlässlich unserer glokalen adminex partner meetings in Köln Anfang April.  Unsere Partner sind gerne bereit unverbindlich und kostenlos bei Ihnen vorbeizuschauen, sich vorzustellen und sich Ihren Fragen zu stellen.

In diesen Sinne verbleibe ich mit glokalen Grüssen

ICH bin ein Gastarbeiter, ICH bin immer Ausländer

Im Rahmen meiner Gechäftstätigkeit bin ich laufend unterwegs und somit fast immer ein Gastarbeiter. Ich bin in den Ländern zu Gast, ich bin bei den Kunden zu Gast und ich bin dankbar für die ausnahmlos überaus freundliche Aufnahme, obwohl ich häufig weder die Landessprache spreche, noch mit den Gebräuchen vor Ort vertraut bin. Respekt ist dabei meine Wahl der Annäherung. (oder sollte  ich etwa sagen Waffe?)

Denn in einer globalen Welt , die zum Glück langsam aber sicher zusammnewächst, beunruhigen mich dennoch einige Tendenzen in letzter Zeit, die mehr auf Abgrenzung und Abstand nehmen aus sind, als auf gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit.  Katalonien und Schottland wollen sich isolieren, populistische Politiker machen sich in Europa mit fremdenfeindlichen Slogans auf Stimmenfang, und sogar die Schweiz hat in Ihrer letzten Abstimmung für den erschwerten Zuzug von Ausländer gestimmt.  Und in Deutschland wird die Angst vor Rumänen, Bulgaren und Osteuropäern geschürt.

So gesehen verstehe ich die Welt nicht mehr so richtig, denn Sie scheint mir schizofren: Auf der einen Seite wollen wir deutsche Autos fahren französischen Wein und englischen Whiskey trinken, Schweizer Uhren tragen, chinesisch oder indisch essen gehen  und benötigen Pflegekräfte für eine alternde Gesellschaft.  Und was ist die Reaktion? Wir halten in der europäischen Gemeinschaft die Schranken hoch, damit keine Arbeitskräfte hereinkommen, und belegen aussereuropäische Produkte mit jeder Menge gesonderter Zölle bei gleichzeitiger Subvention der heimischen Industrien, auch wobei dies keine exclusive, europäische Eigenart ist.

Da mache ich mir glaube ich nichts vor: ohne meinen Mitarbeiter aus Zentral- und Osteuropa, kann ich unser Werk in Deutschland mit grosser Wahrscheinlichkeit  schliessen.  Sie können auch einfach mal bei Novartis oder Roche in der Schweiz anfragen, welchen Prozentsatz die ausländsichen Mitarbeiter ausmachen. Sie werden es erst kaum glauben und dann staunen!

Oder versuchen Sie doch mal schlicht ein VISA zu bekommen, für einen internationalen Mitarbeiter für Wartungsarbeiten oder einfach Geschäftstreffen. Ich verspreche Ihnen Sie werden am Ende nicht staunen, sondern sich vielmehr masslos ärgern,  wieviel Energie  Staaten darauf verwenden, Ihnen keines zu gewähren oder erst dann wenn es zu spät ist. Eine meiner Mitarbeiterinnen hing beinahe in Nahem Osten fest, weil das VISA auf Grund einer Flugverspätung ablief. Dabei gin es lediglich um einen einwöchigen Geschäftsaufenthalt in Neuseeland! (Deswegen sollte an dieser Stelle dem spansichen Konsularbeamten gedankt sein, der unbürokratisch und auf eigenes Risiko schnellt handelte!!).

Bei meinen Tätigkeiten bin ich immer und überall Ausländer , weswegen RESPEKT definitive meine Wahl der Annäherung ist. Deswegen unterstüzte ich das ZUSAMMEN und nicht das GETRENNT, auch wenn sich dies häufig erst langfristig auszahlt.

In diesem Sinne : lassen Sie uns das ZUSAMMEN stärken.